Spitexverband enttäuscht über Entscheid des Bundesrates

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat mit einer Verordnung die Krankenkassenbeiträge an die Pflege neu festgelegt; die Versicherer müssen ab dem ersten Januar 2020 3,6 Prozent weniger an die Spitex-Pflege zu Hause bezahlen. Das widerspricht dem Grundsatz ambulant vor stationär.

Der Spitexverband Kanton Solothurn hat kein Verständnis für den Entscheid des Bundesrates, Tarife der Spitex zu kürzen und diejenige der Pflegeheime zu erhöhen. Dies widerspricht dem strategischen Grundsatz «ambulant vor stationär» diametral. Seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) im Jahr 1996 wurden die Beiträge nie angepasst und waren schon bei der Einführung vor 11 Jahren nicht kostendeckend. Und nun sollen sie noch weiter gesenkt werden. Das führt unweigerlich zu einer Erhöhung der Restkostenfinanzierung durch die Gemeinden.

Das EDI nimmt mit seinem Entscheid eine bewusste Schwächung der ambulanten Pflege in Kauf und damit auch eine weitere Erhöhung der Gesundheits- und Pflegekosten. Denn die Pflege zu Hause ist in der Regel immer günstiger als die Pflege in einer Institution.

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